Infos zur Wasserhärte
Je nach Region in der Schweiz gibt es durchaus unterschiede, was den Härtegrad des Trinkwassers anbelangt. Je nachdem wie viele Härtebildner sich im Wasser befinden, desto mehr muss man deren Einfluss auf die Lebensdauer von Rohrleitungen, Haushaltsgeräte oder den Geschmack des Wassers bedenken. In erster Linie wird die Wasserhärte durch die zwei Härtebildner Calcium und Magnesium bestimmt. Zudem spielen auch Barium und Strontium eine Rolle bei dem Härtegrad des Wassers, allerdings eine untergeordnete. Je höher der Anteil von Calcium, Magnesium, Barium und Strotium (Erdalkalimetallionen) im Wasser sind, desto härter ist das Wasser.
Wie die Wasserhärte dezimieren?
Doch nicht nur durch den natürlichen Einfluss der Härtebinder im Wasser ergibt sich die unterschiedliche Wasserhärte, auch die Wasseraufbereitung hat einen Einfluss auf die Wasserhärte. Optisch unschöne und auch geräteschädigende Kalkablagerungen können dezimiert werden, indem man Anlagen einrichtet, die das Trinkwasser um einige Härtegrade weicher machen können. In solchen Anlagen werden beispielsweise die Calcium- und Magnesium-Ionen durch Natriumionen ersetzt. Durch den Ionenaustausch sinkt die Wasserhärte, da für die Kalkablagerungen im Wesentlichen das Calcium verantwortlich ist. Hartes Wasser ist in erster Linie schlecht für Geräte, in denen Wasser erwärmt wird wie z.B. in Waschmaschinen, Kaffeemaschinen, Geschirrspüler oder Wasserkocher.
Wasserhärte ermitteln
Der ganz individuelle Härtegrad lässt sich durch Schnelltests und hochwertige Trinkwassertests ermitteln. Bei der Wasseranalyse wird die Gesamthärte bestimmt, aber auch die Härtebinder (Magnesium und Calcium). Zudem gibt es eine schematische Einordnung der drei großen Härtebereiche (weich, mittel, hart), die ebenfalls zum Wassertest dazugehören. Breitere wesentliche Informationen zur Wasserqualität, über mögliche Verunreinigungen im Trinkwasser können ebenfalls durch einen Wassertest ermittelt werden.
Verschiedene Härtebereiche
Es wird in drei verschiedene Härtegrade weich, mittel und hart unterschieden. Lästige Kalkablagerungen und Beeinträchtigungen von technischen Geräten treten am schnellsten bei hartem Wasser auf (Härtegrad ab 14° dH). Doch auch schon bei weniger Calcium und Magnesium im Wasser können technische Geräte Schaden nehmen aufgrund der korrosiven Wirkung des Wassers. Magnesium und Calcium sind wichtige Mineralstoffe für den menschlichen Körper, daher ist hartes Wasser, was einen höheren Magnesium- und Calciumwert im Wasser aufweist nicht gesundheitsschädlich. Wir nehmen über die Nahrung schon häufig ausreichend davon auf, sodass die Aufnahme durch das Trinkwasser nur einen geringen Teil ausmacht. Durch eine Analyse kann das persönliche und täglich genutzte Wasser untersucht werden und Aufschluss auf Wasserhärte und Wasserqualität geben.
➔ Weiches Wasser (niedrige Wasserhärte)
Was versteht man unter weichem Wasser?
➔ Je weniger der Härtebildner sich im Wasser befinden, desto weicher ist das Wasser.
Im Wesentlichen sind die Härtebildnern Magnesium und Calcium. Sie werden auch Erdalkalimetallionen genannt. Zu Ihnen gehören auch Strontium und Barium. Nach dem Wasch- und Reinigungsmittelgesetz gilt der Härtebereich als weich, wenn die Menge der Härtebildnern im Wasser weniger als 8,4° dH beträgt. Das entspricht weniger als 1,5 mmol/l.
Welche Vorteile gibt es bei weichem Wasser gegenüber hartem Wasser?
- Technische Geräte verkalken nicht oder nur geringfügig.
- Keine oder weniger unschöne Kalkablagerungen, daher kann man Reinigungsmittel sparen.
- Einige Menschen empfinden das Duschen mit weichem Wasser als angenehmer.
- Intensiveren Geschmack bei Tee.
➔ Mittelhartes Wasser (mittlere Wasserhärte)
Wann spricht man von mittelhartem Wasser?
➔ Je mehr der Härtebildner sich im Wasser befinden, desto härter wird das Wasser.
Der Härtegrad des Wassers gilt als mittelhart ab 8,4 °dH bis 14,0 °dH. Das entspricht 1,5 mmol/l bis 2,5 mmol/l.
Welche Vorteile gibt es bei weichem Wasser gegenüber hartem Wasser?
- Geringfügige Verkalkung von technischen Geräten.
- Man benötigt noch nicht Unmengen an Reinigungsmitteln, um Kalkablagerungen zu entfernen.
- Auch bei mittelhartem Wasser kann der Teegeschmack noch intensiver sein als bei hartem Wasser.
➔ Hartes Wasser (hohe Wasserhärte)
Wann spricht man von hartem Wasser?
➔ Wenn sich im Wasser sehr viel Calcium und Magnesium, aber auch Strontium und Barium (Härtebildner) im Wasser befinden.
Ab 14,1 °dH liegt der Härtebereich bei hartem Wasser. Oft wird hartes Wasser als störend angesehen, da hier viel schneller Kalkablagerungen an Armaturen zu sehen sind und man somit einen höheren Reinigungsaufwand hat. Dazu kommt noch, dass Geräte schneller kaputt gehen können aufgrund des hohen Härtegrades. Denn die Kalkablagerungen entstehen in der Regel durch das Erhitzen des Wassers. Daher hat man oft das Problem mit den Haushaltsgeräten wie Wasserkocher, Waschmaschine (Brennstäbe), Spülmaschine oder auch Samowar.
Welche Vorteile gibt es bei hartem Wasser gegenüber weichem Wasser?
- Erhöhter Calcium- und Magnesiumanteil im Wasser, der den menschlichen Körper zusätzlich mit den Mineralien versorgt. Allerdings nur in geringen Mengen.
- Hartes Wasser ist nicht gesundheitsschädlich.
- Hartes Wasser ist weniger aggressiv (Korrosion!) als weiches Wasser.
Wichtig: Wasserhärte wegen technischen Geräten ermitteln
Die Wasserhärte kann von Region zu Region unterschiedlich sein. Es ist wichtig seine Wasserhärte zu kennen, wenn es um die Dosierung des Waschmittels geht. Bei einer zu geringen Dosierung pro Waschgang können die Waschmaschinen verkalken, was am Ende die Waschmaschine zerstört. Das geschieht dadurch, dass die Heizstäbe in der Waschmaschine verkalken und somit die Waschmaschine die Wärme nicht mehr an das Wasser abgeben kann. Dadurch steigt der Energiebedarf und auch die Heizstäbe können früher durchbrennen.
Haben Sie Interesse, Ihre individuelle Wasserhärte zu ermitteln? Dann können Sie das ganz einfach mit einem Schnelltest zuhause durchführen. Wenn Sie die Wasserhärte lieber professionell getestet haben wollen und gleichzeitig noch Ihre Wasserqualität in einem professionellen Labor testen lassen wollen, dann finden Sie hier Ihre Wasseranalyse.